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Abiturfahrt – Rom (der wohl lustigste Bericht von allen)
Schacka Lacka Boom Boom…
Unsere Abifahrt nach Rom begann am 22.07.2010 um 17.29, denn dann fuhr unser Zug mit uns, 10 Schülerinnen, den Lehrkräften Frau Bachfischer, Herr Schaller, Herr Riß und dem einzigen männlichen Hahn-in-Ausbildung Eicher-Müller-Manuel ab. Nach einzelnen Umsteigephasen erreichten wir den City Night Express in München, der uns über Nacht nach Rom bringen sollte. Während der Nachtfahrt gab es einige Turbulenzen, wie laute Zimmernachbarn, die gleich vom Schaffner gewarnt wurden, weil sie sich mit der falschen angelegt haben und zwar mit Marija Graube. Nach einer hart durchkämpften Nacht im City Night Express kamen wir endlich um 09.05 am Freitagmorgen in Rom an. Zu Fuß ging es vom Hauptbahnhof Termini mit unseren großen Koffern bzw. mit dem kleinsten Koffer der Welt (da hat jemand gut mitgedacht und leicht gepackt) in unser „super“ Hotel Bolognese – hätten wir doch lieber im Hotel Pizza gebucht. Die Zimmer waren, na ja, nicht einmal angemessen ausgestattet, man hatte Glück, wenn man eine Klobrille besaß, ein Klo, das beim Duschen dicht blieb, nicht verschimmelte Duschvorhänge, einen Ventilator oder ein Doppel-bzw. Einzelzimmer. Die Dreiergruppe Anika, Eva und Julia hatten aber Glück bei ihrer Zimmerauswahl. Sie hatten das luxuriöseste Modell mit defekter Plastikschiebfächertür zum 0,1 Quadratmeter großem Bad, das mit einem Fußbad (Bidet) ausgestattet war, in dem sich die Urlauberinnen die von dem stundenlangen Wanderungen verstaubten und verdreckten Füße wuschen und somit täglich für Frische zwischen den Zehen sorgten. Das Frühstück war sehr sporadisch – eine Semmel, kleines Gläschen Marmelade und ein Päckchen Butter und die Krönung ein Tässchen Tee, Kaffee, oder Cappuccino. Auch das tägliche Abendessen in einem von uns gebuchten Restaurant war nicht der Hit, aber wir ließen es über uns ergehen. Gleich am nächsten Tag ging es mit den Touren auf den Spuren von Caesar, Augustus und all den anderen wichtigen Persönlichkeiten, über die im Lateinunterricht gesprochen wurde, los. Natürlich haben wir die berühmtesten Sehenswürdigkeiten Roms gesehen, um ein paar Beispiele zu nennen: Trevi Brunnen, Kolosseum, Schreibmaschine, Spanische Treppe, Ruinen, Panteon und der Vatican … !
Aber nun zu dem spaßigen Teil: Alles begann mit dem Aufklärungsgespräch über die Diebe, den Tagesplan, usw. bevor wir überhaupt die Abifahrt antraten, in dem Marija verkündete, dass, wenn sie beklaut werden sollte, sie wiederum die Diebe zuerst zusammenschlagen und dann selber beklauen würde, und dass sie mit Anna als ihr Baby verkleidet in einer Baby-Tragetasche sitzend die selbe Masche anwenden würde. Jedoch kam es Gott sei Dank zu keinen Diebstählen weder durch die U-Bahn-Gangs noch durch Marija und Anna. Hugo Martinelli (Mozzarelli), der uns überaus genau durch seine täglichen Touren Rom näher gebracht hat, und bei absinkender Konzentration der Schüler diese namentlich in sein Programm eingebaut hat, war für manche Schülerinnen ein Augenschmauß und hat sogar zu manchen Beziehungsstreitigkeiten geführt. Auch Marija nahm eine Funktion als Tourguide war, da sie nämlich der Gruppe in Not mit ihren Spanischkenntnissen weitergeholfen hat. Jede Tour endete auf der Via Corso, der 5km langen Einkaufsstraße (eine Strecke die einige von den Schülern mehrmals bewältigt haben) und von der Frau Bachfischer gar nicht weg zu denken wäre. Die täglichen U-Bahn Fahrten hatten zwei wichtige Mottos, Nummer eins: „Nichts anfassen, sonst gibt’s Herpes!“ (Falls man doch durch Turbulenzen gezwungen war seine Hände zu benutzen, hatte Marija immer ihren Santisizer (eigentlich Sanitizer = Desinfektionsmittel) dabei).Und Nummer zwei: „Bassts auf eure Handtaschn aaf“.
Auf der spanischen Treppe wurden wir Zeugen von einer bewundernswerten Verkaufsstrategie und hervorragenden Sprachkenntnissen von Pakistanischen/Indischen/ … Verkäufern, die ihre Waren durch Ausrufe wie: „Schacka Lacka Boom Boom“, „Wacka Wacka Eh Eh“ und wenn sie mal schlechte Umsatz hatten mir „Deine Mutter Hur******“ an den Mann brachten. Davon war sicherlich ein Mädchen der Gruppe nicht so begeistert und drohte den Verkäufern mit Schlägen unter die Gürtellinie, was gleichzeitig zur Belustigung der ganzen Spanischen Treppe führte, dreimal dürft ihr raten mit wem man sich besser nicht anlegen sollte, wir sagen blo0: City Night Express. Die Pakistanischen/Indischen … Verkäufer ließen nicht locker und folgten uns auch an den Strand nach Ostia, 25 km von Rom entfernt, wo wir einen kurzen Badeausflug machen wollten, da das Wetter wie jeden Tag gefühlte 50° hatte. Die Verbissenheit der Händler zwang uns Schüler zu drastischen Verteidigungsmethoden, wie Kurzschlaf-Phasen im Sitzen (mit immer noch brennender Zigarette in der Hand), oder die ausgetüftelte Lüge von Frau Bachfischer ein Tuch erfolgreich runterzuhandeln, die besagte, dass Marija mir ihren Eltern Herr Schaller und Frau Bachfischer und Opa Riß und ihren 15 Geschwistern im Urlaub ist. Das Sonnen wurde uns durch den Song „California Girls“ von Katie Perry – gesungen von der Amazonen-Götting, Julia Schweiger, die mit dem wohl kleinsten neon-grünen Tanga der Welt bekleidet war, versüßt.
Manuel, das Phantom: „Wo ist Manuel??“ Aufgrund seines minimal ausgebildeten Orientierungssinnes ging er uns öfters verloren. Aber auch ein blinder Hahn-in-Ausbildung findet einmal den Weg nach Hause – nach einer zweistündigen Odyssee in Roms U-Bahn-Schächten. Jaja, Manuel hatte es nicht immer leicht, denn Anna und Marija hatten größtes Vergnügen daran gefunden ihm jede Nacht lustige Streiche zu spielen, oder ihm den Eintritt ins Zimmer mit den Worten: „Du bist doch besoffen, komm jetzt bloß ned rein!!!“ zu verweigern. Auch ein Opfer von Streichen wurde Diminique Hudson, die es gar nicht mochte, wenn man in die Nähe ihrer neuen Schuhe kam, was den Spaßfaktor immens erhöhte. Abgerundet wurde der Abend auf Susi’s Balkon mit einer Flasche Lambrusco. Was Susi aber gar nicht mochte war ihr Zimer (welches sie wechselte) und der nächtliche Wandalismus einer gewissen Schülerin, die es mit ihrem großen Mundwerk und den Worten: „Ich sitz immer noch am längeren Hebel!“ verstand, sogar Huby aus dem Bett zu locken. Für Konny war das leider die letzte Abifahrt und für uns hoffentlich auch J (weil das sonst bedeutet, dass wir das ABI nicht bestanden haben) aber alles in allem hatten wir einen ereignisreichen und lustigen Ausflug in die Heimat der Römer und würden es jederzeit wieder tun!
Von Marija und Anna
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